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STEINBACKOFEN DER DORFGEMEINSCHAFT HAGEN e.V.

Steinbackofen Stade-Hagen
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Geschichte des Brotes

SteinbackofenbrotSeit vielen tausend Jahren ist Brot eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Menschen. Getreide wurde zwischen flachen Steinen zerrieben. Dieses grobe Mehl wurde mit Wasser vermischt. Der Teig kam auf einen heißen, flachen Stein, der im offenen Feuer lag.So wurde ein dünnes Fladenbrot gebacken. Es war steinhart und zäh. Vor ca. 2000 Jahren begannen die Ägypter Brot zu backen.

Durch Zufall entstand der Sauerteig, der das Brot luftig und locker macht. Ein in der Sonne liegengelassenes Teigstück wurde trotzdem gebacken. Das Brot ging beim Backen auf. Den Menschen schmeckte dieses weiche Brot viel besser als die harten Fladen.

Hast Du gewusst, dass die Ägypter von anderen Völkern "Brotesser" genannt wurden? Das Volk Israel lernte im Kontakt mit den Ägyptern das Brotbacken kennen. Über Israel kam die Kunst des Brotbackens nach Europa - zuerst zu den Römern. Anbau und Nutzung des Getreides waren für Rom eine bedeutende Hilfe beim Aufstieg zum großen Römischen Reich. Getreidekörner dienten in ältesten Zeiten als Normgewicht. Ein "Gran" war gleich dem Gewicht eines Gerstenkornes. Ein "Karat" entsprach drei Gersten- oder vier Weizenkörnern.
Noch heute wird der Begriff "Karat" als Gewichtseinheit für Edelmetalle und Diamanten verwendet. Getreide wurde auch als Zahlungsmittel verwendet. Noch bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts wurden Löhne an Fuhrleute, Hirten und Schmiede meist in Getreide bezahlt.
Heute mischt der Bäcker Sauerteig oder Hefe in den Teig, damit dieser besser aufgeht und das Brot lockerer wird.

 

Unsere Tradition

Brotbacken war einst eine wichtige Arbeit im bäuerlichen Leben, denn Brot war auf dem Lande lange Zeit das Hauptnahrungsmittel.

Feuer machen, Ofen heizen, Teig bereiten, Brote formen, einschießen und wieder herausholen – jeder Beteiligte hatte seine Aufgabe. Die gleichen Handgriffe wurden in gleichbleibender Arbeitsverteilung getan und über Generationen von den Müttern an die Töchter weitergegeben. Dabei konnte das Backen ganz in der Hand der Frauen liegen, oder bestimmte Arbeiten wurden von den Männern des Hauses übernommen. Das war von Landschaft zu Landschaft, von Dorf zu Dorf,  ja von Haus zu Haus verschieden.

Heute kaufen die meisten Menschen ihr Brot beim Bäcker oder im Lebensmittelgeschäft. Für die, die selbst backen, haben bequemere Verfahren das Backen mit dem Holzfeuer abgelöst, und der Steinbackofen hat dem Elektro- oder Gasbackofen Platz gemacht. Viele Backhäuser sind verödet und die Backöfen verfallen.

Warum nehmen Menschen heute noch oder wieder die Mühe auf sich wo doch der nächste Bäcker oder Supermarkt in erreichbarer Nahe und die Auswahl an Brot, auch an Vollkornbrot, riesig ist?

Es gibt verschiedene Gründe, sein eigenes Brot zu backen, sei es im häuslichen Herd, sei es im eigenen oder dörflichen Steinbackofen. Daß die wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides durch schonende Behandlung erhalten bleiben, ist ebenso ein Argument, wie es geschmackliche Gründe sein können. Nicht zu wissen, was das gekaufte Brot außer seinen Grundbestandteilen alles enthält, ist für viele der Grund, lieber selbst zu backen. Nicht zuletzt können wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle spielen, denn ein Laib hochwertiges Brot ist selbstgebacken preisgünstiger als gekauft.

Wer sein Brot im Steinbackofen backt, dem mag es auch ein Anliegen sein, daß eine alte Tradition fortgeführt wird und nicht vollends ganz untergeht. Wer einmal ein im Steinbackofen gebackenes Brot oder einen Kuchen gegessen hat, wird den besonderen Geschmack so schnell nicht vergessen. Bis zum fertigen Nahrungsmittel dauert es aber mehrere Stunden.

Mit dem Holzschieber wird der vorbereitete Teig in den Ofen geschoben. Das Ofenloch wird mit einer Platte verschlossen. Weil das vorherige Heizen die Steine des Backofens außerordentlich stark erhitzt hat und die Steine die Wärme lange speichern¸ kann schon nach 5-6 Minuten der erste Butterkuchen aus dem Ofen geholt werden. Ganze Brote werden länger gebacken ( von ca. 30 bis 120 Minuten je nach Brotsorte)

Ein Filmbeitrag zum Ablauf des Backen im Steinbackofen    klick hier
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